Home | Information | Nachrichten | Vorstand | Ansprechpartner | Jugend | Termine | Geschichte
 

Vereinsgeschichte

Der Seglerverein Leer wurde am 10. September 1934 als Wassersportverein Leer gegründet.

Seit 1948 trägt der Verein den heutigen Namen mit Sitz in Leer.

Bereits 1935 wurde mit der Stadt Leer ein Pachtvertrag zur Errichtung einer Steganlage an der Georgstraße abgeschlossen.

In den 50er Jahren des vorherigen Jahrhunderts wurde die Anlage zu klein und so konnte im Jahre 1954 der Seglerverein Leer zum heutigen Sitz am Seglerweg neben der Seeschleuse umziehen.

Die darauffolgenden Baumaßnahmen zur Errichtung der Bootshalle und eines Vereinshauses, wurden vollständig in manchmal mühseliger Eigenleistung durch die Mitglieder erbracht.

Die heutige komfortable Anlage ist mit damals überhaupt nicht zu vergleichen.

Das Auf – und Abslippen der Boote war äußerst schwierig, da das Vereinsgelände lediglich eine Uferwiese war und dieses Unterfangen nur mit einem Schwimmkran der Stadtwerke zu bewerkstelligen war. Die an Land gestellten Boote wurden von Holzpfählen gestützt (abpallen) um sie anschließend mit einer Baumwollplane (Winterabdeckung) zu überziehen.

Es war zwar eine beschwerliche Zeit in jenen Jahren, jedoch half man sich untereinander, wo es nur ging.

In den darauf folgenden Jahren wurde weiter gebaut !

Das bis dahin bestehende Vereinshaus , die „grüne Bude“ wurde Anfang der 60er-Jahre durch einen großzügigen Neubau ersetzt.

Ebenfalls in den 60er Jahren folgte dann der Bau unserer ersten Bootshalle mit einer elektrischen Winde zum Aufslippen der Boote auf einem Bootswagen.

Das in den 70er und 80er Jahren steigende Wassersportinteresse zogen weitere Investitionen für die Zukunft nach sich.

1979 erfolgte der Erwerb der Außenanlage in Bingum mit 320m Schwimmsteg.

Dadurch wurde es den Mitgliedern ermöglicht, ohne Schleuse und Emsbrücke, ihr Wochenendziel schneller zu erreichen.

Die 90er Jahre wurden für den Seglerverein Leer, zur größten Herausforderung und Belastung seiner bisherigen Vereinsgeschichte.

Die bereits seit 40 Jahren existierende Steg und Slipanlage musste von Grund auf saniert oder erneuert werden. Dieses war nur durch eine hohe Eigenleistung und Verschuldung möglich, da die Kosten das Vereinsvermögens bei Weitem überstiegen.

Insgesamt wurden hier über eine halbe Million DM in neue Anlagen nvestiert, so dass der Vereinshaushalt auch in Zukunft bis auf das Äußerste angespannt ist.

Als Gegenwert erhielt der SVL einen auf sicherheitstechnisch höchstem Niveau arbeitende Bootsslipanlage und eine grundsanierte Steganlage, incl. Versorgungsleitungen und betonierten Bootshallen. Der Kran bewegt immerhin bis zu 32t.

Die Slipvorgänge waren nunmehr keine Abenteuer mehr, sondern eine routinierte Angelegenheit mit erheblicher Zeitersparnis.

Auch das durch die Jahre abgängige Vereinsheim war renovierungsbedürftig und wurde nach heutigem Standart generalüberholt. Das Gebäude als Mittelpunkt des gesellschaftlichen Vereinslebens, steht den Mitgliedern für Veranstaltungen und Schulungen zur Verfügung.

Unsere Kantinenwirtin hält hier an Wochenenden und sonstigen Gelegenheiten, die vereinseigene Gastronomie offen.

Das seit Gründung bestehende große Interesse an der Jugendausbildung innerhalb des Seglervereins Leer, konnte ebenfalls in diesen Jahren optimiert werden.

Zahlreiche vereinseigene Optimistenboote für die Jüngstenausbildung, wie auch die nachfolgende Stufe: Jollensegeln, konnte der Verein seinem Nachwuchs zur Verfügung stellen.

Die damit verbundenen Jugendfreizeiten an der Ems, Leda und am niederländischen Schildmeer, waren ausgesprochene „Highlights“ in unserer Jugendabteilung.

1975 wurde sogar ein vereinseigener Jugendkutter in Dienst gestellt, auf dem der Nachwuchs nicht nur den Segelsport, sondern auch Seemannschaft, Navigation und Mannschaftsgeist erlernen konnte. Viele der damals aktiven Jugendlichen konnten Teamerfahrung und Ehrgeiz in das spätere Berufsleben übernehmen.

Noch heute sind viele der „Damaligen“ dem Segelsport treu geblieben und dadurch dem Seglerverein Leer verbunden .

Einige von ihnen wurden später begeisterte Regattasegler über unser Emsrevier hinaus und sind an nationalen und internationalen Regatten beteilig, wie z.B. das Ehepaar Jan – Ubbo und Elke Hinrichs, Dirk Schmidt, und Andere.

Das aus maritimer Literatur und TV Produktionen bekannte Ehepaar Heide und Erich Wilts, können ihren Ursprung ebenfalls im SV Leer finden und sind noch heute Mitglied im Verein.

Das ist für den heutigen Vorstand der Beweis, dass die angestammte Jugendarbeit, durch die konsequente Durchführung des vereinseigenen Konzeptes,eine übergeordnete Bedeutung behalten muss.

Aus diesem Grund hat der Vorstand im Jahre 2001, zwei Kooperationsverträge mit den Berufsbildenden Schulen in Leer , unter Federführung des niedersächsischen. Kultusministerium, abgeschlossen.

Es ist das Ziel , Kooperationsgruppen unter dem Titel „Schule und Sportverein“ zu schaffen und so das Interesse an unserem Sport – auch und gerade - bei Jugendlichen zu wecken.

Der Seglerverein Leer und die Berufsbildenden Schulen sehen sich hier auf einem guten Weg.

Aber nicht nur für Segler ist der SVL ein Heimathafen.

Der Anteil der Motorboote hat gleichwohl in den letzten Jahren erheblich zugenommen.

Nicht alle finden einen Liegeplatz im Hafen von Leer oder Bingum. Die Emsvertiefung und Verschlickung der Häfen brachte einschneidende Veränderungen mit sich.

Viele Motorboote haben dadurch im benachbarten niederländischen Friesland einen Liegeplatz gefunden, ohne sich jedoch von ihrem Heimathafen beim Seglerverein Leer innerlich zu trennen.

Auch in Küstenhäfen an Nord – oder Ostsee sind SVL – Segler anzutreffen um ihren Freizeitsport ungehindert ausüben zu können.

Durch die hohe Fließgeschwindigkeit und der Emsverschlickung, stehen der SV Leer und alle anderen Emsvereine, vor Problemen, die nicht aus eigener Kraft gelöst werden können.

Es ist bereits so, dass vereinseigene Boote und Gastlieger, die Steganlagen wegen Tiefgangproblemen, nicht erreichen können.

Strömung und Tiefgangveränderungen waren immer Elemente eines Tidenreviers. Jedoch erstmalig in der nun 70jährigen Vereinsgeschichte, müssen Mitglieder und Vorstand gegen diese Elemente kämpfen, die bisher stets ein Bestandteil ihrer wassersportlichen Heimat waren.

Wenn nicht umgehend eine „Resozialisierung“ des Emsfahrwassers eingeleitet wird, werden Hafenwirtschaft und Wassersport, verheerende Folgen zu tragen haben und das über Generationen.

Die Geschichte des SV Leer hat gezeigt, dass Wassersport nicht nur eine Anhäufung von Kapital auf dem Wasser ist, vielmehr hat er für den maritimen Gesellschaftsbereich ein soziales Aufgabenfeld zu erfüllen.

Von der Naherholung im Revier bis hin zum Naturerlebnis, vom Familiensport bis zum Regattasport – die Aufgaben unseres Vereins sind vielfältig und der Seglerverein Leer bietet von frühester Jugend bis ins hohe Alter für Mitglieder und Freunde einen sicheren Heimathafen.

Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass unser Staat, Land und Kommune sich der Aufgabe bewusst sind die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und zu erhalten.

Unsere Aufgabe wird es bleiben, dies mit Engagement und Pflichtbewusstsein zu begleiten.

Wir sind stolz darauf, dass unser Verein mehr als 300 Mitglieder verzeichnen kann, die dem Verein aktiv und passiv verbunden sind und wir bedanken uns gleichzeitig bei Allen, die in den letzten 70 Jahren dazu beigetragen haben.

Mit wassersportlichen Grüßen

Seglerverein Leer

Der Vorstand

 
 
(c) Seglerverein Leer e.V. 2006